Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?

Im Dorsch – Lexikon der Psychologie wird Psychotherapie definiert als „die gezielte, professionelle Behandlung psychischer Störungen und/oder psychisch bedingter körperlicher Störungen mit psychologischen Mitteln“. Das Ziel von Psychotherapie ist die Beseitigung oder Linderung der psychischen Beschwerden. In Deutschland sind vier Richtlinienverfahren anerkannt, also vier Therapierichtungen mit unterschiedlichen Herangehensweisen, Modellen und Theorien. Neben der Verhaltenstherapie gibt es die Analytische Psychotherapie, die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Systemische Psychotherapie.

 

Wann ist eine Psychotherapie ratsam?

Jeder Mensch gerät im Lauf seines Lebens in persönliche Krisen und erlebt psychische Belastungen. Meistens lassen sich solche Phasen ohne professionelle Unterstützung bewältigen, denn wir Menschen verfügen über eine angeborene Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen und uns an Veränderungen anzupassen (Resilienz). Auch unser soziales Umfeld, Freunde und Familie, können uns häufig dabei unterstützen. 

Manchmal gelingt es jedoch nicht aus eigener Kraft oder mit Unterstützung des nahen Umfelds sich wieder zu stabilisieren und die psychischen Beschwerden bleiben bestehen oder verstärken und chronifizieren sich sogar. In solchen Fällen kann es ratsam sein, eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten aufzusuchen, um zu klären, ob eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll und indiziert ist. Dort kann es unter Einsatz wissenschaftlich fundierter psychologischer Methoden zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken, Fühlen, Handeln und Erleben kommen. Die Behandlung orientiert sich an den individuellen Zielen und Wünschen der Patientin oder des Patienten, ist zielgerichtet, problemorientiert und zeitlich begrenzt.

 

Was ist Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, das darauf abzielt, problematische Verhaltensweisen, Denkmuster und Emotionen zu erkennen und gezielt zu verändern. Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass viele Verhaltens- und Erlebensweisen im Laufe des Lebens erlernt wurden und somit auch wieder verlernt oder durch hilfreiche Alternativen ersetzt werden können. 

Mithilfe verschiedener Methoden, wie zum Beispiel 

  • Konfrontation mit angstauslösenden Situationen, 
  • Training sozialer Kompetenzen, 
  • Erarbeiten neuer, funktionaler Denk- und Verhaltensweisen und
  • Techniken zur Verbesserung der Entspannungs-, Problemlöse-, Konflikt- oder Selbstmanagementfähigkeiten

werden Patientinnen und Patienten unterstützt, ihre Symptome zu lindern und den Alltag besser zu bewältigen.

Wesentliche Merkmale der Verhaltenstherapie sind die aktive Mitarbeit der Patientin oder des Patienten, die Zielorientierung, die Transparenz und eine klare Gliederung der Behandlung. Gemeinsam mit der Therapeutin oder dem Therapeuten werden konkrete Ziele festgelegt und regelmäßig überprüft. Relevant ist auch das Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe: Die Befähigung zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit den Herausforderungen und Veränderungen, die das Leben bietet, sowohl aktuell als auch zukünftig. 

Die Wirksamkeit der Verhaltenstherapie ist für eine Vielzahl psychischer Störungen belegt.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.